Artikel: Vom Wesen der Ungeduld

Vom Wesen der Ungeduld oder das mit dem richtigen Zeitpunkt

Ich schreibe diesen Artikel, weil mich das Thema der Geduld schon lange umtreibt. Weil ich ganz bewusst in den letzten 2 Jahren das Thema des richtigen Zeitpunktes für mich entdecke und darin entwickele und wachse. Ich schreibe diesen Artikel für alle, die nicht warten können. Für alle, denen es oft zu langsam geht. Für alle die, auf der Rolltreppe an den anderen vorbeigehen. Für alle, die an den Grashalmen ziehen. Für alle, die schon mal über eine rote Ampel gefahren sind, weil sie die einzigen an der Kreuzung waren und die Ampel schon seit 3 Minuten rot zeigt. Für alle, die nicht lange überlegen müssen. Und für alle, die mit diesen Menschen leben und arbeiten.

Seit einigen Jahren begleitet mich das bekannte Gelassenheitsgebet des amerikanischen Theologen Karl Paul Reinhold Niebuhr.

Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Karl Paul Reinhold Niebuhr, Theologe (1892-1971)

Wir nehmen an, du hast eine Idee. Eine fantastische Idee. Du bist begeistert! Du willst, dass diese Idee viele Menschen erreicht und Ihnen hilft. Du siehst schon das gute und einträgliche Geschäft dabei. Wow! Und jetzt geht es an die Umsetzung. Du beginnst mit den ersten Schritten: schreibst einen ersten Plan, notierst die wichtigsten Einzelprojekte, bedenkst die Finanzierung. Sprichst mit den betreffenden Menschen. Du begeisterst und das Boot läuft aus dem Hafen! Du bist auf dem Weg.

Klingt doch gut, oder?

Im Grunde schon. Aber es passiert nichts, du bist ja immer noch auf dem Weg. Ähnlich wie bei dem Setzen eines Samen oder einer Zwiebel. Nach dem Setzen dauert es immer noch eine Weile bis Du etwas davon oberhalb der Erde siehst.

Und jetzt kommt die Ungeduld ins Spiel. Was sagt die Definition des Wortes im wesentlichen aus?

Das Wort Geduld (auch altertümlich: Langmut) bezeichnet die Fähigkeit zu warten oder etwas zu ertragen. Oft gilt Geduld als eine Tugend; ihr Gegenteil ist die Ungeduld. Als geduldig erweist sich, wer bereit ist, mit ungestillten Sehnsüchten und unerfüllten Wünschen zu leben oder diese zeitweilig bewusst zurückzustellen. Diese Fähigkeit ist eng mit der mut, sehnsucht, Fähigkeit zur Hoffnung verbunden. Geduldig ist auch, wer Schwierigkeiten, Leiden oder lästige Situationen mit Gelassenheit und Standhaftigkeit erträgt. (Wikipedia-Artikel „Geduld“)

Interessant ist der Hinweis auf die Sehnsüchte und Wünsche, die unerfüllt sind. Warum ist es für bestimmte Menschen so schwierig mit ungestillten Sehnsüchten (zeitweilig) zu leben? Hast Du dir diese Frage schon einmal gestellt? Ich empfehle die Auseinandersetzung mit dieser Frage sehr. Wenn wir dieser Frage hinterhergehen, wird uns schnell klar, dass wir eine oder mehrere Ebenen tiefer gehen müssen. Natürlich willst Du, und auch mit allem was Du hast, dass Dein Projekt erfolgreich realisiert wird. Aber aus welcher inneren Quelle kommt dieses Gefühl von es-nicht-aushalten-können-wenn-nicht-sofort-etwas-zu-sehen-ist? Gründe dafür können Erfahrungen sein, die Du gemacht hast, die in Deiner Kindheit liegen. Normalerweise sind dafür die ersten Lebensjahre zuständig. Die Wut-und-Trotzphase, die Phase, wenn Dein Kind etwas will und Dir klar wird, dass es jetzt sein muss. Ein Vertrösten hilft nicht. An dieser Stelle geht es um die Erfahrung von Geduld, die Du deinem Kind zur Verfügung stellen musst. Es geht um die funktionierende Beziehung und den sicheren Umgang mit Situationen, in denen ich efahre, dass nicht immer alles und sofort möglich ist. Das Leben in seinen verschiedenen Prnzipien teilt sich hier mit und will gelernt werden. Bedürftigkeit wird hier offenbar: wie ist Dein Umgang mit deinen Bedürfnissen, deiner Bedürftigkeit? Wie lassen sich Verletzlichkeit und Wollen vereinen? Innen und Aussen? Was wir an dieser Stelle mit unseren Kindern machen können, ist da bleiben. Einfach da sein. Klingt einfach, ist am schwierigsten. Und genau dieser Schwierigkeit begegnest Du, wenn Du ungeduldig wirst. Die Aufgabe ist ruhig und offen bleiben in der Phase des Noch-Nicht bzw. Doch-Nicht.

Während Du dies liest, und Du etwas tiefer und näher bei Dir ankommst, segelt Dein Schiff weiter. Du hast Kurs auf diesen Hafen (dein Ziel). Apropos, wusstest Du, dass auch auf einem Segelschiff die Geduld vorkommt?

Die Geduld ist auf einem Segelschiff ein Querbalken, der zwei Betinge miteinander verbindet. Die Geduld dient neben der Stabilisierung der Betinge vor allem als Nagelbank zur Befestigung von Belegnägeln. (Wikipedia-Artikel „Geduld (Schiffbau)“)

Diese Belegnägel dienen dem Festmachen der Taue, die mit den Segel in Verbindung stehen und damit einen Einfluss auf den Kurs haben. Spannend, dass dieser stabilisierende und verbindende Querbalken in Segelsprache als Geduld bezeichnet wird.

Das heisst im Wesentlichen, dass es in diesen herausfordernden Situationen darum geht, den Kurs nicht zu ändern, nur weil ich in mir ungeduldig werde und meine Leidenschaft sich meldet. Würdest Du dieser Ungeduld mit dem Drang etwas zu ändern, nachgehen, wäre dies wie ein plötzlicher Sturm, der aufzieht. Nutze diesen zusätzlichen Wind lieber, um zu atmen. Verbinde Dich mit Deinem Atem, setze Dich hin und gehe in die Ruhe.

Zum Wort Geduld kam mir bei der Recherche auch das Wort „Patience“ unter:

Eine Patience [paˈsi̯ãːs] (französisch für „Geduld“) ist ein Kartenspiel, das meist von einer Person gespielt wird. Im amerikanischen und kanadischen Englisch werden diese Spiele als Solitaire bezeichnet (nicht zu verwechseln mit dem im Deutschen bekannten Brettspiel Solitär). Patiencen kann man zum Zeitvertreib spielen, sie können auch der Meditation dienen und vorausschauendes Denken trainieren. (Wikipedia-Artikel „Patience“)

Patience als Hilfe zur Meditation und als Training für das vorausschauende Denken: hier offenbart sich eine Qualität, die ich als wichtig erachte um Geduld zu trainieren, das vorausschauende Denken. Und spannend, dass das Wort Patient ganz ähnlich ist wie die Patience. Am englischen Wort für Geduld siehst Du die Verbindung auch: patient. Die wichtigste „Übung“ beim Gesundwerden ist Geduld, der Patient und der Therapeut brauchen sie gleichermassen. Ich empfinde die Neigung mit Ungeduld zu reagieren als etwas was Heilung benötigt.

Wie gehe ich damit um, wenn sich zur Ungeduld noch Unzufriedenheit und Wut gesellen?

Während ich meinen Plan im Sinne meiner Idee/Vision umsetze, tauchen auch Dinge auf, die dem entgegenstehen und mir nicht in die Hände spielen. Jemand, der einen Termin nicht einhält, Rechnungen, die nicht bezahlt werden oder jemand, der plötzlich etwas Ähnliches veröffentlicht, oder, oder, oder… Ich kann jetzt mit viel Energie, Dinge unternehmen, um daran etwas zu ändern oder ich kann es lassen. Ich habe immer mindestens diese beiden Möglichkeiten. Wähle ich Möglichkeit 1 nimmt es mir wahrscheinlich Energie, Konzentration und Aufmerksamkeit aus meinem Plan. Wähle ich Möglichkeit 2, eröffne ich mir weitere Möglichkeiten: oft ist dies ganz praktisch eine Mischung aus Beidem. Und gleichzeitig muss ich erst einmal etwas scheinbar fremdes erdulden. Ich erlaube den störenden Aspekt zu co-existieren. Bildlich gesprochen: wenn Du mit Deinem Segelschiff auf ein Unwetter zusteuerst, solltest Du in der Lage sein, den Kurs ändern zu können. Praktisch heisst das, auch wenn eine Person aus der Bootsbesatzung in einer Sache mit Dir anderer Meinung ist, solltest Du diese Person nicht unter Deck einsperren. Um die Segel neu zu setzen und das Boot zu bedienen, ist diese Person sicherlich wichtig. Das Gelassenheitsgebet erinnert uns an unsere Weisheit, wie wir die Dinge unterscheiden können um zu wissen, an welcher Stelle ich handeln muss und an welcher Stelle ich dulden muss, wie es aktuell ist. Es geht um die Wahrnehmung des richtigen Zeitpunktes. Das übst Du, indem Du dir selbst Zeit gibst: setz Dich hin, atme durch, atme ruhig und entspann Dich. Konzentriere Dich auf Deine Innenwelt. Und leg Dir wirklich selber mal die Karten, ich nutze gerne zum Beispiel das buddhistische Kartenset des Shamabal-Kriegers. Nutze die Zeit um dich mit der Ebene der (Vor-)zeichen und Symbole zu verbinden. Wenn du lernst sie zu verstehen, wirst Du die Unterscheidung wissen.

Spannenderweise liefert uns die juristische Defintion von Duldung die entsprechende Ausrichtung:
Die Duldung bedeutet (im Zivil- und Strafrecht) das jegliche Unterlassen von Widerspruch oder Widerstand, was zur völligen Hinnahme fremder Handlungen führt. (Wikipedia-Artikel „Duldung (Recht)“)

Ein Hinweis zum Verständnis: dulden heisst nicht alles erdulden. Wenn es existentiell ist, handle und schütze Dich und die Deinen. Wenn es um die Sicherung deines Projektes geht, handle. Ich wähle einfach in diesem Zusammenhang das Wort dulden, weil es genau den schmerzhaften Weg des Wachstums zeigt, den jemand gehen muss, der an der Krankheit der Ungeduld leidet. Und für diesen Menschen fühlt es sich dann erst einmal so an wie aushalten und erdulden.

Ganz praktisch:

1) Durchatmen. Ruhig werden. Auf Dich konzentrieren.

2) Trainiere deine 3 Gehirne: Kopf, Herz und Bauch. In Zeiten des Noch-Nicht-Wissen ist uns oft der Bauch und das Herz ein guter Ratgeber. Der Kopf braucht oft zu viele weitere Informationen und damit länger um einschätzen und entscheiden zu können.

3) Nutze Wut und Unzufriedenheit als Vorzeichen für Deine Bedürftigkeit, siehe oben. Bleib auf deinem äusseren Kurs, nachdem Du eine wirkliche Bedrohung ausgeschlossen hast, und dann schau Dir Deinen inneren Kurs an. Bist Du gerade noch der Steuermann, der mit klarem Blick aufs Meer schaut? Und was brauchst Du, um (wieder) dahin zu kommen?

4) Am Ende geht es um Dein Vertrauen. Dies ist der innere Gewinn, wenn Du deinen Weg gehst. Vertrauen gewinnst Du durch das Gehen und immer wieder innehalten. Innehalten ist gut. Nimm dir immer wieder Zeit zurück zu schauen und Dich zu fragen, an welchen Stellen, es schon geklappt hat? Wo ist Dein Mut belohnt worden?

Noch etwas zum Mut:

Für das Anfangen brauchst Du Mut. Für das Weitermachen auch. Wie du oben gelesen hast, ist das alte Wort für Geduld auch Langmut. Geduld ist der Mut, wenn es etwas länger dauert. Und trotzdem den Kurs halten.

 

Ich wünsche uns viel Geduld bei all dem was wir tun.

 

Hier noch einige interessante Zitate:

 

Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden.“ (aus Japan)

Geduld ist ein Baum, dessen Wurzeln bitter sind, dessen Frucht aber sehr süß ist.“ (aus dem Iran)

Ich bin außerordentlich geduldig, vorausgesetzt, ich kriege am Ende, was ich wollte.“ Margaret Thatcher, Aus Politik und Zeitgeschichte(APuZ), 47/2005, S. 4.

Es gibt Gebiete, bei denen ich ungeduldiger bin, und Gebiete, bei denen ich mehr Geduld habe. Geduldig bin ich dort, wo die Komplexität des Systems eine gewisse Behutsamkeit fordert. Ungeduldig bin ich dort, wo Leute leiden.“ Ruth Dreifuss, Interview in Sonntags-Zeitung Nr. 21 vom 26. Mai 2002

 

Dein Fabian Strumpf

Artikel: Vom Wesen der Aggression

Vom Wesen der Aggression

und wieso Aggression für dein Wesen lebenswichtig ist

Im letzten Artikel habe ich vom Wesen der Wut erzählt. Ich möchte anschliessen und an dieser Stelle zum Wesen der Aggression berichten und was die Kraft der Aggression für Dich in Deinem Leben bedeutet.

Was heisst Aggression?

Wie wird sie übersetzt? Auf deutsch heisst Aggression herangehen, sich nähern, auf etwas zu gehen, lateinisch aggredi bzw. aggressio.

Ich habe den Artikel zu Aggression bei Wikipedia aufgerufen, und dort liest Du folgenden ersten Satz: „Aggression (lateinisch aggressiō vom Deponens aggredī sich zubewegen auf [etw./jdn.]; heranschreiten; sich nähern; angreifen) ist eine feindselig angreifende Verhaltensweise eines Organismus. Sie ist ein biologisch in Tieren und Menschen verankertes Verhaltensmuster zur Verteidigung oder Gewinnung von Ressourcen und zur Bewältigung potenziell gefährlicher Situationen.“

Aggression und Feindseligkeit

Stolperst Du auch über das Wort feindselig? Wenn nicht, dann lies auf jeden Fall weiter, denn ab hier wird es wichtig!

Warum ist Aggression feindselig? Schon im letzten Artikel habe ich die Ursprünge von Wut erklärt.

Ich will an dieser Stelle erstmal deutlich machen, in welchem grossen kollektiven, gesellschaftlichen und sozialen Missverständnis wir aufgewachen sind und momentan leben.

Dazu müssen wir zum Ursprung schauen: Aggression in der reinen Form ist im Wesen erstmal ganz einfach die Bewegung, die dem Inneren entspringt und im Aussen als Handlung ersichtlich wird. Ein einfaches Beispiel ist schon der Tagesbeginn, das Aufstehen. Du wachst auf, und hast die Idee, jetzt aufzustehen, vielleicht übernimmt bei Dir auch der Wecker diese Rolle. Das Aufstehen ist der Natur nach in seiner reinen Bedeutung eine aggressive Handlung. In deinem Inneren gibt es eine geistige Regung, eine Idee und den Drang (Wunsch) dies umzusetzen. Dein Wille hilft Dir bei der Verwirklichung. Und Zack! bist du aufgestanden, und schon auf dem Weg ins Bad oder zu Deinem Kind.

Was ist Aggression wirklich?

Wo ist dabei die Feindseligkeit?

Wir haben vergessen, dass alles materielle Leben das Ergebnis von Aggression ist. Dein Leben, deine Familie, dein Haus, deinE PartnerIn, dein Besitz, dein Wissen, deine Arbeit sind ein Produkt deiner Dir innewohnenden Aggression. Leben braucht Aggression damit es entsteht. Es braucht Energie (Wunsch & Wille) damit die geistige Idee (Vorstellung & Konzept) in unserer Welt Materie wird und damit wirklich in Erscheinung tritt.

Und, Energie braucht eine Richtung. An dieser Stelle kommst Du als Mensch wieder mit Deinem Willen in Kontakt. Du gibst deiner inneren Energie die Richtung, die es Deiner Vorstellung nach braucht, um verwirklicht zu werden. Hier begegnen sich Aggression und die Richtung, um die es geht: nach VORNE!

Im Grunde ist Aggression nicht feindselig, sondern geht nach vorne, auf etwas zu: du lenkst deine Energie auf ein konkretes Ziel. Mit Energie können Handlung, Aufmerksamkeit und Fokus gemeint sein. In allem steckt Energie, die Du beherrschst. Und damit gehst Du nach vorne. Vorne bedeutet in Richtung Zukunft, weil ich auf den Zeitpunkt zu gehe, an dem das Gewünschte sich realisiert. Um sich zwischen zwei Punkten zu bewegen, braucht es Energie. Und darüber hinaus braucht es jemanden, der dieser Energie sagt, wohin sie soll. Das bist Du! Du sagst Deiner Energie, wohin sie fliessen soll, damit sich Deine Wünsche, Pläne, Projekte, Sehnsüchte realisieren. Wenn Du mit einer Kollegin über wichtige geschäftliche Dinge sprechen solltest, damit es weitergeht, musst Du dich zuerst entscheiden. Klingt komisch, ist aber so. Wir kriegen solche (kleinen) Zwischenschritte oft nicht bewusst mit, weil wir hier konkludent handeln. Willst Du sprechen, solltest Du z.B. dein Telefon in die Hand nehmen und die betreffende Person anwählen und die Verbindung aufbauen lassen. Logisch, richtig?

Aggression und Entscheidung – die Entstehungskaskade

Wir haben gerade erkannt, dass das Sich-Entscheiden-zu-etwas ein wichtiger Teil deiner Aggression ist.

Hier im Überblick die Kaskade, die dem Ergebnis Aggression vorausgeht:

IDEEWUNSCH (VERLANGEN) → WILLE zur ERFÜLLUNG (Verwirklichung) → BEREITSTELLUNG der Energie → ENTSCHEIDUNG entsprechende Handlungen auszuführen → TAT → Entstehung von MATERIE = AGGRESSION

Aggression neu definieren

Damit definiert sich Aggression wie folgt:

Aggression ist die Entscheidung und das Tun, Energie in die gewählte Richtung fliessen zu lassen um sich in einem Ziel zu verwirklichen.

Bis hierhin echt gut, was wir uns erarbeitet haben, richtig?

Wichtige Fragen für Deine Aggression

Jetzt lass uns schauen: Wie ist es mit der Deiner Aggression in deinem Leben?

Darf sie so stattfinden, wie wir sie ursprünglich definiert haben?

Darf sich Deine Energie verwirklichen?

Darf Sie sich Bahn brechen in deinem Leben?

Darfst Du das was Du wirklich willst?

Entscheidest Du Dich und „Whaam! Es geschieht!“ ?

oder

Fühlst Du dich blockiert?

Bist du kraftlos?

Unterdrückst Du deine Wünsche und Sehnsüchte?

Fühlst Du Dich erfolglos?

Nimmst Du dich selber als wirkunglos wahr?

Du darfst nicht, was Du willst?

Fühlst Du dich innen, als ob du total unter Strom stehst?

Fühlst Du dich, als ob Du auf dem Vulkan tanzt?

Könntest Du manchmal implodieren oder explodieren?

Du bist unzufrieden?

Deine Welt entspricht nicht Deinen Vorstellungen?

Du tust und es passiert (scheinbar) nichts?

Dir fehlt der Sinn?

Wirst Du schnell ärgerlich und wütend?

Bist schnell frustiert, wenn Du dein Ziel nicht erreichst?

….

Du siehst es gibt viele Stolpersteine in dieser Kaskade.

Das kollektive Bewusstsein

Die tiefste Schicht in dieser ursprünglichen Kaskade, die übrigens in jedem von uns so angelegt ist, ist erstmal die wichtigste, um selber zu erfahren, wo die eigenen Blockaden liegen.

In dieser tiefsten Schicht herrscht unser kollektives Bewusstsein. Und in Bezug auf Aggression sind wir hier schon mal gleich mit starken Glaubenssätzen, Ängsten und Verboten konfrontiert. Wie wir schon an dem Wikipedia-Eintrag sehen können, wird Aggression als feindselig betrachtet.

Aggression ist schlecht, sie verletzt andere, sie ist nicht notwendig, sie kommt von den „Wilden“, sie muss überwunden werden, ist laut, egoistisch, böse…. und vieles mehr.

Dir fallen bestimmt noch mehr dieser Ansichten ein, was Aggression wohl angeblich ist.

Wir haben schon gesehen, das das im Wesen so nicht stimmt.

Der Grund jedoch, dass der Mensch Aggression als negativ bewertet, liegt auf der Hand: in Jahrtausenden menschlichen Miteinander wurden ungezählte Erfahrungen damit gemacht. Unter anderem Erfahrungen von Verletzung, Erniedrigung, Entwürdigung oder Grenzüberschreitung.

Hier müssen wir eindeutig feststellen, dass Entscheidungen und Taten natürlich dazu führen können, dass jemand sich durch die Auswirkungen verletzt fühlt.

Wen wir das als etwas (fast) unausweichliches anerkennen, sind wir auf dem richtigen Weg.

Handeln für die eigenen Bedürfnisse kann mich in Konflikt mit meinen Beziehungen und meiner Umwelt bringen. Hier prallen verschieden Interessen und Erwartungen aufeinander.

Aggression berührt Beziehung und verändert Bindung

Der Grossteil der Menschen sind sozial unterwegs und daher Beziehungstiere. Darum sollten wir uns fragen, wo die Verletzung denn stattfindet. Dazu ein Beispiel: ein Freund hat Dir versprochen, Dir bei Deinem Umzug zu helfen. Am Tag vorher ruft er Dich an und gesteht Dir, dass er am kommenden Vormittag nicht dabei sein kann, um Dir zu helfen. Wahrscheinlich bist du enttäuscht, fühlst dich sogar im Stich gelassen und wunderst Dich was passiert sein mag. Du fragst Ihn, was passiert sei, dass er nicht kommen kann. Dann erzählt er Dir von seiner Lieblingsband und deren einzigen Deutschland-Konzert morgen abend, so 500 km entfernt. Dazu muss er heute leider schon losfahren und kann Dir morgen nicht helfen. Ich wähle sehr bewusst dieses Beispiel, denn Du hättest natürlich absolutes Verständnis, wenn seine Oma vorgestern verstorben wäre und er morgen zur Beerdigung wollte. In beiden Fällen findet eine Verletzung genau auf der Ebene statt, auf der die Bindung zwischen uns Menschen passiert, auf der Beziehungsebene. Du zweifelst an der Verlässlichkeit deines Freundes.Wie kann er so egoistisch sein? Nur wegen eines Konzertes. Weiss er nicht, dass ich morgen diesen grossen Umzug habe? Und so einer bezeichnet sich als mein bester Freund. Freunde sollten füreinander da sein. Kommt Dir bekannt vor? So oder ähnlich ist uns das schon allen begegnet. Das Vertrauen in die Beziehung leidet, die Bindung kann dadurch schwächer werden, wenn sich die verletzte Person zu inneren Konsequenzen entscheidet, wie z.B. diesen Freund nie wieder zu fragen, wegen Hilfe beim Umzug, man kann sich ja eh nicht auf den verlassen.

Das Paradox: Verträgt sich eigene Aggression mit Gesellschaft?

Und hier wird es schwierig: Wie schaffe ich es als soziales Wesen Mensch meine Aggression zu leben und gleichzeitig ein Teil des sozialen Netz zu bleiben?

Diese Frage basiert wiederum auf unseren inneren Clan- bzw. Sippengesetzen. Wir funktionieren so, dass wir uns immer wieder auspendeln müssen zwischen eigenen Interessen/Bedürfnissen und den Interessen des Clans/ der Gemeinschaft. Es gibt Punkte im Leben, da kollidieren eigene Bedürfnisse mit denen der Sippe. Teil des Clans zu sein bedeutet aber auch, dass Claninteressen Vorrang haben. In uns existiert diese Blaupause für Beziehungen, die ziemlich alt ist und nach wie vor angewandt wird. Der Mensch ist in vielem viel mehr Stammeswesen, als und das gegenwärtig ist. Daraus ergibt sich ein scheinbares Paradox, und praktische ein Dillema, dessen Lösung sich viele nicht gewachsen fühlen. Ein Symptom dafür ist der massive Anstieg von Depressionen als die Gegenbewegung Psyche (Seele), weil die eigene Aggression nicht adäquat gelebt wird. Die Lebenskraft sucht sich dann andere Wege um gelebt zu werden, und so natürlich auch auf sich aufmerksam zu machen.

„Der Egoismus ist etwas Spätes und immer noch Seltenes: die Herden-Gefühle sind mächtiger und älter.“ (Friedrich Nietzsche, Unschuld des Werdens Band 2)

Die Lösung des Dillema

Dieser innere Konflikt kann gelöst werden; wie erkläre ich Dir im Folgenden.

Akzeptanz der eigenen Bedürfnisse

Zu Beginn steht die Akzeptanz deiner eigenen Bedürfnisse, deiner eigenen Wünsche, deiner Ziele als deine wichtigste Priorität.

Aber das geht doch nicht immer und ständig! Dagegen spricht ja im Grunde alles: PartnerIn, Kinder, Job, Familie, einfach alles! Hier an dieser Stelle ein Zwischenschritt: registriere diese innere Stimme und lass sie mal vorüberziehen: schenke ihr keine Beachtung, in dem Du innerlich schon schaust, wie Du diese Woche, die an Dich gestellten Erwartungen erfüllst. Du willst etwas verändern? Dann mach mal etwas anderes.

Wo begrenzt Du Dich und akzeptierst fremde Erwartungen?

Danach beginne Dich zu beobachte und reflektier Dich in Deinem Tun und Reden: schau, welche inneren Grenzen und Verbote dich in Deinem Leben behindern: Wenn ich heute frei nehme, dann …. Ich sollte auf das Seminar verzichten, ansonsten …. Am besten ich lasse es auf sich beruhen, es gibt ja eh nur …. Das kann ich nicht machen, wenn das jedeR machen würde…

Wo fliesst Deine Energie ins Nirgendwo oder bleibt einfach nur bei Dir?

Auch das wird Dir bekannt vorkommen.

Aber es geht noch perfider und subtiler: Als guter …. macht man das nicht. An diese Stelle kannst Du beliebig alles einsetzen – mit hohen Werten und Ansprüchen kriegst Du dich immer. Nimm dir vor beim nächsten Mal nicht auf Dein Selbstbild reinzufallen. Ausser Du willst ausschliesslich gut, richtig gut und richtig sein, natürlich nichts falsch machen.

Zu Gunsten von wem oder was verzichtest Du auf deine Aggression, und damit auf Deine Lebenskraft?

Aufräumen, Lösen, Auflösen mit Experten-Begleitung

Hast Du diese Hindernisse identifiziert und erkannt, beginne mit Ihnen aufzuräumen.

Von grossem Nutzen ist die Zusammenarbeit mit einem Menschen, der sich damit auskennt, so eineN findest du oft als TherapeutIn, CaochIn, TrainerIn, SupervisorIN, HeilpraktikerIn.

In dieser Arbeit mit Deiner Kraft wirst du erkennen können, dass zwischen Deinen inneren Gesetzen ein Zusammenhang besteht zu körperlichen Erkrankungen, Schmerzen und immer wieder auftauchenden Beschwerden wie Schlaf-und Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen und gerade auch Potenz- und Lustproblemen.

Die Rolle deines Herzens

Als nächster Teil des Prozesses kommt die konkrete Übung: kontaktiere Dein Herz, Dir deutlich zu machen, was Du brauchst für ein glückliches Leben und einen gesunden Ausdruck Deiner Lebenskraft. Ganz einfach und praktisch: Telefon auf still stellen, den Menschen in deiner Umgebung sagen, dass Du maximal 30 min zeit für Dich brauchst und nicht gestört werden willst, ausser im Notfall. Ich empfehle Dich hinzusetzen, Augen zu schliessen und zu atmen. Konzentriere Dich auf Dich und auf Deinen Herzbereich. Zum Aktivieren kannst Du eine Hand auf deine linke Brustseite tun. Herz bedeutet Annahme und Verbundenheit. Sich so zu akzeptieren, wie Du bist. Und damit auch alle Bedürfnisse, Wünsche und Ziele.

Probiere das einfach mal aus.

Das schafft Verbundenheit mit dir und gleichermassen auch in Deinen Beziehungen. Diese Verbundenheit brauchen wir auch, wenn Aggression nicht zu Gewalt und Zerstörung verkommen soll.

Leben (schöpfen) – auf jeden Fall ein aggressiver Akt!

An zwei Beispielen möchte ich dies verdeutlichen: eine Geburt ist ein aggressiver Akt, das Kind, dass schon in diesem Moment Kraft entwickeln muss um überhaupt den Bauch zu verlassen und durch den engen Geburtskanal zu kommen. Dieser notwendige Akt der Befreiung verursacht der Mutter Schmerzen. Diese Mutter, die schon 9 Monate bereit war, naturgemässe Beschwerden der Schwangerschaft auf sich zu nehmen. Verbundenheit und Liebe machen möglich, dass die körperlichen und Trennungsschmerzen bei einer Geburt ausgehalten werden können und gerne in Kauf genommen werden. Verbundenheit heilt Verletzung, die durch Aggression entstanden ist.

Dem voraus geht Sex, die Vereinigung von männlich und weiblich. Auch hier gibt es die aggressive Handlung, das Eindringen des Mannes in die Frau. Auch hier braucht es Verbundenheit, Lust und Anziehung, um aus dem Eindringen auch eine Begegnung und gemeinsame Berührung zu machen, ansonsten ist es einfach ein sich die Frau gefügig machen bzw. eine Vergewaltigung seitens des Mannes.

Das Wort Ficken steht mittlerweile für Sex, bei dem nicht die Verbundenheit und Berührung im Vordergrund steht. Ursprünglich kommt das lateinische Wort figere von stechen. Unter anderem wurde im Schmiedehandwerk des Mittelalters ein Schwert am Ende der Herstellung gereinigt, indem man einen gefüllten Sandsack aufhängte, und mit dem Schwert wiederholt hineinstiess, um Schlacke und Asche abzu-ficken bzw. abzu-fegen, so der Wortstamm.

Aggression ist eine grundsätzlich lebenspendende Handlung. Sie dient dem Leben. In allem was Du tust steckt dem Wesen nach Aggression. Wenn du es sowieso schon tust, dann tu es so, dass es Dir gut geht! Das wünsche ich Dir.

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Artikel: Vom Wesen der Wut

Vom Wesen der Wut

Was sie mich lehren kann für den Umgang mit Aggression und Depression

Im folgenden Text werde ich aufzeigen, was Wut im wesentlichen ist und welchen Zweck sie hat und welchen Sinn sie damit für die persönliche Entwicklung und das eigene Leben haben kann, wenn sie richtig verstanden und transformiert wird.

Du kochst! Du schäumst über! Du spuckst Galle! Du siehst rot! Du könntest deinen Gegenüber mal richtig eine scheuern! Du fährst aus der Haut! Du explodierst! Du musst Dich zusammenreissen! Du musst an Dich halten, um nicht auszurasten! Du fängst an zu zittern, wenn die Wut hochsteigt? Du merkst die pochende Halsschlagader? Oder willst Du fliehen, wenn Du mit Wut in Kontakt kommst? Fühlst Du dich kleiner werden, wenn Du Wut ins Gesicht geschleudert bekommst? Fühlst Du dich hilflos dieser Energie ausgeliefert? Du wirst unsicher? Kommst ins Schwanken? Verlierst die Bodenhaftung? Die Stimme bleibt Dir im Hals stecken? Du würdest gerne etwas sagen, aber kannst nicht? Du brüllst Dein Gegenüber nieder? Wenn Deine Blicke töten könnten!

Dies alles und mehr passiert, wenn Du mit Wut konfrontiert wirst. Ob in Dir oder wenn sie auf Dich zukommt.

Mit Sicherheit kennst Du etwas davon. Wir kennen Wut alle, und niemand von uns mag Wut wirklich. Wir alle versuchen ihr aus dem Weg zu gehen. Wir alle sind froh, wenn sie vorbei ist. Wir alle mögen andere Gefühle viel lieber. Wir alle, und ganz besonders kollektiv-gesellschaftlich, haben Wege und Strategien entwickelt, mit ihr umzugehen. Und das ist gut so.

Die Wut richtig verstehen

Erstmal. Aber wir brauchen im Angesicht gesellschaftlicher und sozialer Entwicklung andere Strategien mit Wut umzugehen.

Dazu müssen wir die Wut verstehen, in ihrem Wesen. Erfahren, was sie im wesentlichen von Dir will, wenn sie zu Dir kommt.

Wut ist im Spektrum der Gefühle und Emotionen ganz einfach eine davon. Wie Trauer, Angst oder Freude. Wir verstehen Wut, wenn wir schauen, was im wesentlichen passiert, wenn sie gelebt und genutzt wird.

Wut ist eine Reaktion auf einen äusseren Reiz, den ich versuche zu verdauen, zu verstehen und eventuell zu integrieren.

In welchen Situationen kommt Wut auf? In Situationen, in denen ich mit Reizen konfrontiert werde, die in meinem System keinen Platz haben bzw. haben dürfen.

In Zeiten als die natürliche Umwelt schon eine Gefahr für uns bedeutete, diente Wut als eine Reaktion um auf Gefahren zu reagieren, Energie zu mobilisieren und instinktiv reagieren zu können. Die drei Muster Kampf-Flucht-Totstellen haben sich zu dieser Zeit entwickelt und sind Teil der menschlichen Natur bis heute.

Wir können feststellen, dass Wut im wesentlichen dem Schutz und der Verteidigung diente, auch zum Teil für andere, Familie – Nachwuchs – Stamm.

Wenn wir dieses Verständnis mitnehmen in die aktuelle Zeit, was passiert dann mit meinem Blick auf Wut und Zorn? (Ich nehme ganz bewusst an dieser Stelle das Wort „Zorn“ mit dazu, weil sich der aggressive Schutz von Nachwuchs und Stamm als der sogenannte „heilige Zorn“ im Sprachgebrauch etabliert hat.)

Heute, und ich spreche im Kontext von Europa und von Bevölkerungsschichten, denen mittlerweile Wut als Alltagsinstrument sehr fern ist, nutzen wir Wut als Energieform um sich von anderen Menschen, deren Meinungen und insbesondere deren Handlung zu distanzieren. Wir äussern damit Unzufriedenheit und unsere Nicht-Übereinstimmung. Wir machen uns Luft, wie man bekannterweise sagt.

Und was passiert weiter auf der Ebene von Energie, wenn wir wütend agieren?

Wut als Schutz- und Verteidigungsmechanismus

Der Reiz, dem wir begegnet sind, ist uns zu viel – wir können oder wollen es nicht in uns hineinnehmen und verdauen und zu einem Teil von uns machen.

Dann sucht der Körper blitzschnell nach einem Prozess um sich davon freizumachen.

Je nach Typsache, oder auch Konstitution bzw. Prägung, (re)agieren wir dann, um die Information, die nicht kompatibel mit uns ist, loszuwerden.

Ich aktiviere den eigenen Körper: Blutdruck steigt, Muskeln spannen sich an, die Durchblutung in kampfrelevanten Körperteilen steigt und auch die hormonelle Ausschüttung ist beachtlich. Ich drücke die Fremdenergie aus meinem eigenen System hinaus, zum Beispiel durch stimmliche Präsenz oder Bewegungen von Armen und Händen. In der Regel haben alle diese Bewegungen eins gemein: sie gehen nach aussen vom eigenen System weg, um es zu reinigen und zu schützen.

Schon an dieser Stelle wird das Wesen der Wut klar: sie ist eine Möglichkeit neben anderen, die dazu dient, das eigene und verwandte Systeme zu schützen und zu erhalten.

Die Wut verschafft sich Raum und Platz. Dies ist auch die ursprüngliche Intention der Wut: die Gefahr in die Flucht schlagen, den Gegner vertreiben und die Sicherheit wiederherstellen.

Wenn die Wut diesem Zweck dient, hat sie normalerweise auch eine Ende, welches nach einer einfachen Regel funktioniert: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt, Wut wieder runterfahren. Wenn die Gefahr eingedämmt wurde, eventuell der Gegner erkennbar deutlich besiegt wurde, wird die Wut eingestellt. An dieser Stelle ist Wut einfach Funktion und damit im Grunde etwas biologisches, weil arterhaltendes.

Wut und die Probleme mit Wut umzugehen

So weit so gut.

Es gibt auch Probleme mit dem Thema Wut und dem Umgang damit.

In meiner Arbeit stosse ich immer auf die gleichen Muster, die sich in unser Mensch-Sein hineingeschlichen haben, wenn es um den Umgang und die Nutzung von Wut-Energie geht.

Im Grunde gibt es zwei Auswirkungen von falsch verstandener Wut:

Die Unfähigkeit Wut auszudrücken, auch bekannt als unterdrückte Wut.

Die Unfähigkeit Wut-Energie zu halten, zielgerichtet zu nutzen und dafür auch ein Ende zu definieren.

Beidem unterliegt die Annahme, dass Aggression etwas grundlegend gefährliches ist, verbunden mit einer Prägung die Aggression als moralisch falsch bewertet.

Untermauert wird dies oft noch mit Erlebnissen, die Aggression und Wut als bedrohlich, insbesondere existentiell bedrohlich erlebbar gemacht haben, gemeint sind traumatische Eindrücke, also Erfahrungen, die mangels Eigenkompetenz und Hilfe nicht verarbeitet werden konnten.

(Gewalt in der Erziehung)

So kommt es, dass

a) beim Typus des Unterdrückten die Energie sich nach Innen richtet, und damit zu einem energetischen Gift verkommt

und

b) beim unkontrollierten Typus, die Energie im Aussen Schaden anrichtet, und dafür im Innen ein Defizit hinterlässt.

Zwei Wege – ein Dilemma

Auch wenn hier zwei Wege eingeschlagen werden, um die eigene Kraft zu leben, führt sie bei beiden dazu, dass sie nie wirklich ans Ziel ihres Versuches kommen.

Der Aggressions-gehemmte (Depression) wird vermeintlichen Konflikten aus dem Weg gehen, gleichzeitig erlebe ich oft bei diesem Typus eine Schwäche an Willen, Entscheidung, Präsenz und Klarheit.

Der Aggressions-unkontrollierte (Dauer-Ärger, chronisch unfriedlich) hat diese Schwächen scheinbar nicht, kann jedoch oft durch das zuviel an ausgdrückter Energie die eigene Richtung nicht bestimmen und hier wird die Wut zu einem Vulkan, der alles zu seinen Füssen verbrennt und keine Differenzierung kennt.

Wut ist Energie – Deine Energie

Was wir lernen müssen im Umgang mit Wut ist, dass sie einfach eine Energieform unter verschiedenen ist. Lange wurde die moralisch bewertete Wut mit Aggression gleichgesetzt, was dem Thema keineswegs half. Aggression ist einfach die Richtung nach vorn, der Weg der geradeaus geht, das nach-vorne-gehen. Wenn wir die Aggression im eigenen Leben verneinen, entziehen wir uns einer grossen Ressource. Und diese ist es im wesentlichen, die uns zum Ziel unserer Vorhaben und Projekte führt.

So wie der unkontrollierte Typus die Kontrolle über sich und seine Wut erlangen muss, muss der gehemmt Typus Kontrolle abgeben.

Für beide Wege ist dies die jeweilige Übung, in Kontakt zu kommen mit der eigenen Kraft: frei, kontrolliert, zielgerichtet und dem Leben dienend.

Denn keiner dieser beiden Wege dient in ihrer Ausrichtung dem konstruktiven und schöpferischen Leben: der gehemmte Typus lässt Leben nicht entstehen und der unkontrollierte Typus ist eine destruktive Art die Lebensenergie zu nutzen.

Welche Wege, Heilmethoden oder Übungen gibt es für mein Wut-Problem?

An dieser Stelle beginnt die Arbeit und diese kann vielfältig sein: ich unterstütze diese Prozesse mit meinen Wegen:

  1. Haka ist der Ritual-und Krafttanz der Maori aus Neuseeland. Hier lernst Du die eigene Ur-Kraft zu spüren, damit zu sein, und diese für Dein Leben zu nutzen.
  2. Homöopathie ist eine ganzheitliche Heilmethode um seelische, körperliche und geistige Verstimmungen zu behandeln. Unterdrückte Wut kann zu körperlich und geistigen Beschwerden und Erkrankungen führen und sich damit bemerkbar machen: Allergien, Heuschnupfen, Verspannungen, Migräne, Rheuma, Krebs, Autoimmunerkrankungen, Darmerkrankungen und einige mehr.
  3. Konflikte können mit Gestalt- und Gesprächstherapie angeschaut und aufgelöst werden.
  4. Pflanzen und natürliche Präparate können helfen um bestimmte Organe und Körperbereiche zu regenieren und aktivieren, die viel mit den Themen Wut, Aggression und Depression zu tun haben: Leber, Galle, Milz, Blut.
  5. Mit Ritualen können hinderliche Glaubenssätze, wie z.B. die Annahme, dass die eigene Aggression anderen stark schaden wird, wenn sie ausgelebt wird, aufgelöst werden.
  6. Systemische Strukturaufstellungen und Familienaufstellungen können die Hintergründe in Familie und Ahnengenerationen, die ursächlich für den eigenen Umgang mit Wut sind, aufzeigen und heilen.
  7. Bioenergetische Körperarbeit belebt den ganzen Körper wieder und erschliesst jeden bis dahin ausgeschlossen Bereich, z.B. das Becken und Thema Sexualität.
  8. Trancereisen und Hypnose dienen der einfachen Löschung und Neuprogrammierung von alten und hinderlichen Erfahrungen mit Aggression und Wut.
  9. Mittels Neurolinguistischem Programmieren und schamanischer Reisen kann ich Traumata lösen und die bis dahin gebundene Energie wieder nutzbar machen.
  10. Depression, Burnout und Erschöpfung haben hier Ihren Platz und kommen bei beiden Formen des Wut-Umgangs vor. Hier arbeite ich unter anderem mit der Verbindung zum eigenen Körper, zur Natur und den Elementen.

Wir können den gesunden und konstruktiven Umgang mit Wut und Aggression lernen, dafür ist es nie zu spät! Das weiss ich aus eigener Erfahrung und der Arbeit mit tausenden Klienten, Patienten und Workshopteilnehmern. Mach Dir selber das grösste Geschenk und kümmer Dich um deine Energie und Lebenskraft!

Der nächste Haka-Power-Workshop findet in Hannover am 30.11. statt!

Der Haka-Power-Workshop für Frauen und Männer am 30.11.!

Dein Fabian Strumpf, Oktober 2019

Lieber Fabian,

gerade habe ich das große Bedürfnis dir zu schreiben und dir ein ausführlicheres Feedback für den Haka-Workshop zu geben.

Als du ganz ganz am Anfang vor mir standest, mir in die Augen geschaut hast und mich willkommen geheißen hast, wusste ich, es wird ein besonderer Tag.
Und so war es auch. Fabian, der Workshop ist in meiner Erinnerung als „eines der tollsten Erlebnisse die ich je hatte“ abgespeichert und dafür bin ich dir wahnsinnig dankbar. Es war unglaublich dich zu erleben und zu spüren, es war unglaublich die anderen Menschen zu erleben und zu spüren, es war unglaublich meine Freundin zu erleben und zu spüren und es war schließlich auch unglaublich mich selbst so zu erleben und zu spüren.
Gestern war ich noch so elektrisiert, dass ich bei jeder kleinen Erkenntnis darüber was der Haka mit mir gemacht hat und bei jedem Erinnerungsbild das in meinem Kopf kam mir die Tränen kamen. Nicht vor Trauer sondern eher weil ich noch sehr bewegt war von dieser großen Kraft.
In meinem Sport Aikido und Beruf als Aikido Lehrer arbeitet man ja auch viel mit Kraft und Energie, mit dessen Fluss, mit der Übertragung der Energie (Kiai, der Kampfschrei), das Haka Tanzen hat mir nochmals eine ganz große Erkenntnis darüber gegeben noch präsenter, klarer, kraftvoller zu sein. Heute morgen habe ich wieder Aikido in der Schauspielschule in Ludwigsburg unterrichtet und mein Gefühl dafür wie ich dastehe, wie ich erkläre und auch wie ich Kontakt zu den Studenten hatte war ganz anders. Ich spürte Tatkraft, Energie und hatte das Gefühl die Studenten spürten das auch, denn sie waren extrem motiviert und haben mich ständig angelächelt.
Ich werde weiter erforschen was das alles mit mir so gemacht hat und noch machen wird. Definitiv werde ich den Haka weiter üben/machen und du wirst mich ganz sicher wiedersehen.

Ich empfinde große Dankbarkeit, dass ich die Gelegenheit hatte diesen Tag zu erleben!

Volker, Korntal

Hara meets Womb Power – Onlinekongress „Das alte Wissen“

Am 28.September startet der Hara meets Womb Power Onlinekongress „Das alte Wissen“!

Die international bekannten Schamanen, Hüter des alten Wissens, Weisheitslehrer, Experten und Sprecher, Serge King, Caitlin Matthews, Alexandra Schwarz Schilling, Eva Denk, Aayla Schaman, Alicia Kusumitra, Sonia Emilia Rainbow, Ilham Hanae Trojahn, Orna Ralston u.v.m. erzählen in wundervollen und berührenden Interviews ihre eigene Geschichte, die der Urvölker und von Mutter Erde. Sie inspirieren und stellen dir kraftvolle Meditationen, Übungen und Rituale zur Verfügung, damit auch du deine innere Kraft und Weisheit kannst – in jedem Bereich deines Lebens!

Alicia und Konstantin haben auch mich interviewt! Ein tolles Gespräch, was Du auch kostenlos anschauen kannst!

Alle Gespräche und Seminare kannst Du Dir kostenlos und bequem von zu Hause aus ansehen.

Hier geht’s zur Anmeldung:

Der Hara meets Womb Power Kongress könnte Dich interessieren wenn Du bereit bis:

deine innere Kraft zu entfalten
deine Bestimmung zu leben
in Harmonie mit dir selbst und Mutter Erde zu leben
deine weibliche Kraft wieder zu entfalten
die Kraft der Ahnen für dich zu nutzen
und den Schmerz deiner Ahnen zu heilen
Heilung auf jeder Ebene zu erfahren
zu wissen wer du wirklich bist
für neue Wege bist.
deine eigenen Grenzen und Bedürfnisse kennen zu lernen und zu leben.
dich selbst so zu lieben, wie du bist
ja zu dir selbst zu sagen.
das Wissen der schamanischen Ureinwohner für dich kennen zu lernen
alte Glaubenssätze loszulassen und deine Kraft zu leben.

Lass dich von der Weisheit, Liebe und Heilung des neuen Hara meets Womb Power Kongresses inspirieren und verändern. Komme in deine Kraft!

Sei dabei und sichere Dir jetzt Deinen Platz auf der Gästeliste:

Dein

Fabian

 

Warum Haka gut für deine männliche Seite ist – Artikel von Tom Süssmann, MännerPortal.net

Warum Haka gut für deine männliche Seite ist –

Wecke die Kriegerenergie in dir.

Artikel von Tom Süssmann, Männerportal.net

Te Waka!

Alle, die sich schon mal mit Haka beschäftigt haben, kennen diesen Ausruf. Zumindest von Youtube Videos.

Ich hatte letzten Monat Gelegenheit, Haka live und im wahrsten Sinne am eigenen Leib zu erfahren.

Der Haka (Plural: die Haka) ist ein ritueller Tanz der Māori. Häufig ausschließlich als Kriegstanz interpretiert, bedeutet haka allerdings nichts anderes als „Tanz“ oder „Lied mit Tanz“ und ist daher ein allgemeiner Begriff für alle Arten von Māori-Tänzen. Der Haka wurde einerseits zur Begrüßung und Unterhaltung von Gästen aufgeführt, hierbei von Männern oder von Frauen, oder auch in gemischten Gruppen. Anderseits diente er aber auch zur Einschüchterung von Gegnern vor einer kriegerischen Auseinandersetzung und wurde dann ausschließlich von bewaffneten Männern vorgetragen. https://de.wikipedia.org/wiki/Haka

Erster Kontakt beim BoysToMen Abenteuer-Wochenende

Meine ersten Erfahrungen mit Haka bzw. einem Haka-ähnlichen Ritual habe ich schon 2010 gemacht. Damals war ich als Mitbegründer von BoysToMen Deutschland (BTM), einem Jungen-Mentoring-Projekt, beim ersten BTM-Initiations-Wochenende als Stabsmann dabei.

Dort führten wir morgens um 6 Uhr das sogenannte Uhata auf, um die Jungen auf den Tag einzustimmen.

Hier ein Uhata-Video von der Schweizer BTM Facebookseite:
Hier geht zum kompletten Artikel!